Attentat von Hanau : Fluchtwege bei Kontrollen frei

Laut der Stadt Hanau liegen keine Hinweise vor, dass an einem Tatort des Attentats am 19. Februar ein Notausgang verschlossen war. Kritik gibt es trotzdem.
Vorwürfen, bei dem Anschlag vom 19. Februar sei in der Arena Bar am Kurt-Schumacher-Platz der Notausgang in Richtung Treppenhaus verschlossen gewesen, ist die Stadt Hanau entgegengetreten. Dafür lägen dem Ordnungsamt keine Hinweise vor, teilte Stadtrat Thomas Morlock (FDP) mit. Wegen des verschlossenen Notausgangs habe es durch die Gewerbeaufsicht des Ordnungsamts und die Polizei 2013 und 2017 zwar Beanstandungen gegeben. Bei weiteren Kontrollen sei aber keine verschlossene Fluchttür festgestellt worden. Dem damaligen Betreiber habe die Stadt Hanau die Gaststätten-Konzession wegen anderer Versäumnisse entzogen. Die juristische Auseinandersetzung darum habe bis zum Hessischen Verwaltungsgerichtshof geführt, der dem Betreiber das Gewerbe untersagt habe. Er habe dieses zum Jahresende 2019 abgemeldet.
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