Geplante Fusion : Neue Börse wird von London aus gelenkt

London statt Frankfurt: Die neue Unternehmensgruppe soll ihren Sitz in Großbritannien haben. Die Landesregierung äußerte bereits ihre Skepsis bezüglich der Genehmigungsfähigkeit.
Der Börsenplatz Frankfurt verliert womöglich nach mehr als vier Jahrhunderten seine Selbständigkeit. Die Deutsche Börse AG bestätigte gestern, nach der geplanten Fusion mit der Londoner Börse werde die neue Unternehmensgruppe ihren Sitz in der britischem Hauptstadt nehmen und nach dortigem Recht geführt werden. Zentralfunktionen sollten jedoch auch in Frankfurt angesiedelt sein, weshalb der neue Konzern zwei „Hauptsitze“ haben werde. Die Deutsche Börse, die ihre Verwaltung in Eschborn hat, ihren juristischen Sitz aber in Frankfurt, werde ebenso wie die London Stock Exchange eine Tochtergesellschaft der neuen Holding in Großbritannien. Carsten Kengeter, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Börse, soll den neuen Konzern leiten.





