Frankfurter Frauen zur „Mütterrente“ : „Das ist noch keine Gerechtigkeit“

Die „Mütterrente“, die zum 1. Juli eingeführt werden soll, beschäftigt auch in Frankfurt die Frauen. Eine Gratwanderung zwischen der Anerkennung der eigenen Arbeit und dem Gefühl, der jungen Generation etwas zu nehmen.
Schon der Begriff der „Mütterrente“ stößt Petra Fritz ab. Das klinge altbacken, beinahe so wie „Trümmerfrauen“. Fritz ist 53 Jahre, hat zwei erwachsene Kinder und fühlt sich in der Mitte ihres Lebens. Die vom Kabinett beschlossene Reform, die noch den Bundestag passieren muss, um zum 1. Juli in Kraft zu treten, wird ihre Rente voraussichtlich um 56,28 Euro im Monat erhöhen. „Natürlich ist diese politische Entscheidung gut und richtig“, sagt Fritz, auch wenn sie, die seit Jahren in Vorzimmern Frankfurter Dezernenten arbeitet, als Rentnerin nicht auf den Pfennig wird schauen müssen. „Das ist noch keine Gerechtigkeit, aber es wird gerechter.“





