Zu wenige Anmeldungen : KGS Niederrad eröffnet nicht

Vergangenes Jahr beschwerten sich Eltern noch, weil Plätze an Frankfurts Gymnasien fehlten. Mangels Anmeldungen wurde nun die Eröffnung der KGS Niederrad verschoben - auf unbestimmte Zeit.
Die Eröffnung der Kooperativen Gesamtschule Niederrad ist auf unbestimmte Zeit verschoben. Es gebe nicht genügend Anmeldungen, um den Unterricht wie geplant nach den Sommerferien aufzunehmen, teilten das Staatliche Schulamt und Bildungsdezernentin Sarah Sorge (Die Grünen) gestern mit. Die Nachfrage für den Haupt- und den Realschulzweig habe nur für eine gemeinsame Klasse ausgereicht, eine Klassenbildung im Gymnasialzweig sei wegen der zu geringen Schülerzahl nicht möglich gewesen.
Laut Schulentwicklungsplan hätte die Kooperative Gesamtschule (KGS) in ihrem ersten Fünftklässler-Jahrgang 175 Kinder aufnehmen sollen, verteilt auf drei Gymnasial- und zwei Realschulklassen sowie eine Hauptschulklasse. Allerdings wurde die pädagogische Planung erst spät aufgenommen, die Standortsuche war schwierig, schließlich entschied sich die Stadt dafür, die bisherige Außenstelle der Salzmannschule an der Goldsteinstraße zu nutzen.
Das Staatliche Schulamt und die Stadt sehen das inzwischen große Angebot klassischer Gymnasiumsplätze als einen Grund für die geringen Anmeldezahlen. Dass die KGS nicht eröffnen könne, sei bedauerlich, aber nicht vorhersehbar gewesen. „Unser Ziel war, nach dem Auslaufen der Salzmannschule ein attraktives und passgenaues Schulangebot im Stadtteil Niederrad zu etablieren“, sagte Sorge. Die Beteiligten versuchten nun, das zum folgenden Schuljahr zu erreichen.





