Vorbereitung auf Evakuierung : „Woanders fallen die Bomben wirklich“

Im Altenpflegeheim werden die Medikamente eingepackt und das Sonntagsmenü auf Samstag verlegt. Auch die meisten anderen Betroffenen reagieren gelassen auf die bevorstehende Massenevakuierung – sie ärgern sich nur über das frühe Aufstehen.
Wer nicht weiß, dass auf der Baustelle neben dem Campus Westend der Goethe Universität in Frankfurt soeben eine 1,8 Tonnen schwere Weltkriegsbombe gefunden wurde, würde auch nicht auf die Idee kommen, dass sie da ist. Es ist denkbar unspektakulär: Ein Polizeiauto parkt vor der Baustelleneinfahrt, es gibt gerade mal ein Absperrband. Verräterisch sind nur die Maschinen, die still stehen und die Leute, die hin und wieder zum Bauzaun huschen und ein Foto machen. Dabei ist gar nichts zu sehen: Ein Bagger versperrt den Blick.





