Hollands Alpensee : Dann kurven wir eben durch Kärnten

Eislaufen ist auf der langen Strecke nichts für Weicheier. Und da es in den heimischen Grachten schon zu warm dafür geworden ist, fallen in jedem Winter zweitausend holländische Kufenverrückte in Kärnten ein.
Sieben Uhr früh, fünf Grad unter null, windstill und bewölkt. In der Morgendämmerung bereiten sich die Läufer mit Aufwärmübungen auf den Start vor. Ein perfekter Tag zum Eislaufen. Aus den Lautsprechern gibt der Ansager auf Niederländisch etwas pessimistischere Hinweise fürs Rennen: Sollte es zu schneien beginnen, immer hinter dem Besenwagen bleiben, der das Eis freifegt. Zweihundert Kilometer im winterlichen Wiegeschritt gebeugt gegen die Kälte, eine Herausforderung selbst für Trainierte. Hobbyläufer benötigen dafür acht Stunden, wer zu langsam wird, droht am Nachmittag in die Abenddämmerung zu geraten. Natürlich sind alle der mindestens zweitausend Sportler, die an diesem Wintertag die Herausforderung eines „Tourenrennens“ angehen, Holländer. Wir sind aber im Hochgebirge von Österreich.





