Flüchtlinge : Arbeiten am Jobwunder

Früher durften Flüchtlinge kein Geld verdienen. Jetzt sollen sie es. Der Arbeitsagentur kann es nicht schnell genug gehen. Trotzdem kämpfen sogar gut ausgebildete Vorzeige-Flüchtlinge noch immer mit der Bürokratie.
Um 14 Uhr ist Fuad Abu Sameer an der Reihe. Der 27 Jahre alte Student aus Damaskus, der über die Türkei, das Meer und die Balkanroute im September nach Deutschland kam, sitzt im Büro der Bundesagentur für Arbeit in Berlin. Er hat eine Mappe dabei; Zeugniskopien, Formulare und Anträge. Es ist schon sein zweiter Besuch in dem Backsteinbau am westlichen Rand der Innenstadt. Ihm gegenüber sitzt Kabeya Kabambi, ein promovierter Politikwissenschaftler und Migrationsexperte, der seit August in Diensten der Bundesagentur für Arbeit steht: eigens angeworben, um Flüchtlinge so schnell wie möglich in einen Job zu bekommen.





