Ruhig bleiben : „Auf keinen Fall den Tieren nähern“

Die Suche nach der vermeintlichen Löwin in Berlin wurde zwar eingestellt. Begegnungen mit Wölfen, Wildschweinen oder auch Bären gibt es in Europa aber immer wieder. Hält man sich an die Regeln, bleibt das Risiko für einen Angriff jedoch gering.
Nach fast zwei Tagen hat die Polizei in Berlin die Suche nach der mutmaßlichen Löwin eingestellt. Experten gehen davon aus, dass es sich um ein Wildschwein gehandelt hat. Aber auch eine solche Begegnung ist nicht ungefährlich. „Grundsätzlich sollte man sich allen Wildtieren gegenüber respektvoll verhalten“, erklärt der Wildtierexperte Derk Ehlert. Zu Raubkatzen sollte man Abstand halten wie zu allen anderen Raubtieren auch. Kommt es dann doch zu einer Begegnung zwischen Mensch und Löwin, dann sollte man Ruhe bewahren, langsam rückwärtsgehen und den gesunden Menschenverstand einsetzen. Es gilt aber: auf keinen Fall weglaufen oder dem Tier den Rücken zukehren. „Wenn man sich traut, sollte man ein Foto von dem Tier machen, damit man es später wiedererkennt“, sagt Ehlert.
Ist eine Begegnung mit einer Löwin in Deutschland höchst unwahrscheinlich, so sind gerade in ländlichen Gebieten Zusammentreffen zwischen Mensch und Wildschwein nicht selten. Hier verhält es sich ähnlich: stehen bleiben und erst einmal ruhig bleiben. Hunde sollten in Wildschweingebieten auf jeden Fall angeleint bleiben, damit sie nicht versuchen, Wildschweine anzugreifen. Andersrum kommt es hingegen selten zu einem Angriff. „Das Wildschwein hat nämlich im Normalfall keinen Bock, den Hund anzugreifen“, erklärt Ehlert. Kommt es doch mal zu einem Kampf zwischen Hund und Wildschwein, dann sollte man sich als Hundebesitzer auf jeden Fall heraushalten, um sich nicht selbst zu verletzen.
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