Missionare im Internet : Für Jesus auf Youtube

Spät haben die großen Kirchen das Internet als Ort entdeckt, an dem sie junge Leute erreichen können. Doch dort haben sich schon erzkonservative Christfluencer breitgemacht.
Vierundvierzig Millionen Deutsche sind Mitglied in der katholischen oder evangelischen Kirche, drei Millionen mehr nutzen hierzulande Facebook und Instagram. Eine schlechte Nachricht für die Kirchen? Nicht unbedingt. Denn obwohl die Kirchenbänke sich leeren, sind Sinnsuche und Spiritualität in den sozialen Netzwerken gefragt. Und während vor allem junge Erwachsene aus der Kirche austreten – statistisch gesehen tun dies die meisten mit 28 Jahren –, tummeln vor allem sie sich in den sozialen Netzwerken. 2018 sind noch mehr Deutsche aus der Kirche ausgetreten als in den Jahren zuvor: 220.000 aus der evangelischen, 216.000 aus der katholischen. Geht das so weiter, wird sich die Anzahl der Mitglieder in 40 Jahren halbiert haben. Kein Wunder, dass die Kirchen – reichlich spät – das Internet als Ort entdeckt haben, um junge Menschen zu erreichen.
Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €
Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €
- Mit einem Klick online kündbar





