Deutsche Kolonialgeschichte : Der Gürtel des Kahimemua

Ein von Deutschen getöteter Stammesführer, ein geraubtes Heiligtum, eine Spurensuche: Unsere Autorin über ein Stück Kolonialgeschichte, das jetzt ein Ende finden könnte.
Alles begann vor etwa zweieinhalb Jahren in einer Berliner Kneipe. Als Journalistin berichtete ich über den Fortgang der Verhandlungen zwischen der Bundesregierung und der Regierung Namibias über den Völkermord, den die Deutschen zwischen 1904 und 1908 in der damaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika an Zehntausenden Menschen der Herero und Nama verübt hatten. Zu der Delegation von Herero-Vertretern, Teilnehmer der Verhandlungen, zählte Freddy U. Nguvauva. Wir sprachen über Entschädigungsforderungen und über die Rückgabe von Kulturgütern, als er mir eine erstaunliche Geschichte erzählte.





