Südlich von Madrid : Zugkollision in Spanien – Dutzende Todesopfer befürchtet

Das Zugunglück ereignete sich am Mittwochmorgen südlich von Madrid auf einer Hochgeschwindigkeitsstrecke. Zwei Waggons stürzten einen Abhang hinunter. Spanische Medien berichten von mehr als 40 Todesopfern.
Bei der Kollision zweier Hochgeschwindigkeitszüge in der Nähe von Toledo sind am Mittwochmorgen nach ersten Presseberichten mindestens zehn Personen ums Leben gekommen. Eine Sprecherin der Regionalregierung von Kastilien-La Mancha sagte, die Zahl der Toten könne weiter steigen. Spanische Medien berichteten von mehr als 40 Todesopfern.
Es gebe auch zahlreiche Verletzte, wurde die Sprecherin der Regionalregierung im staatlichen TV-Sender RTVE zitiert. Die genaue Zahl war zunächst unklar. Offenbar ist ein Zug auf den anderen geprallt. Auf Fotos vom Ort des Geschehens sind zwei Waggons zu sehen, die eine Böschung hinuntergestürzt waren.
Der Zusammenstoß ereignete sich nach spanischen Medienberichten mit einer Geschwindigkeit von mehr als 100 Kilometer pro Stunde. Beide Züge beförderten Fahrgäste. Unklar ist, ob menschliches Versagen oder ein Signalfehler zu dem Unglück führten.
Der Bahnverkehr zwischen Madrid und Andalusien wurde in beide Richtungen unterbrochen, wie der spanische Bahnnetzbetreiber Adif mitteilte. Die Ursache des Zusammenstoßes war zunächst unklar.
Der Unfall ereignete sich Medienberichten zufolge kurz vor 9 Uhr zwischen den Gemeinden Urda und Orgaz in der zentralspanischen Provinz Toledo. Ein Hochgeschwindigkeitszug habe einen anderen von hinten gerammt, als beide in Richtung Süden nach Andalusien unterwegs gewesen seien, hieß es aus Adif-Kreisen. Einer der Züge gehört dem staatlichen Bahnunternehmen Renfe, der andere dem privaten Anbieter Iryo.
„Bestürzt über das schwere Zugunglück in Toledo“, schrieb der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez auf X. Er sprach den Betroffenen und ihren Angehörigen sein Mitgefühl aus. Er wird zusammen mit dem Verkehrsminister Óscar Puente heute am Unglücksort erwartet.
Es ist der zweite schwere Unfall auf Spaniens Hochgeschwindigkeitsnetz binnen zehn Monaten. Im Januar ereignete sich in der Provinz Córdoba ein schweres Zugunglück mit 46 Toten und 152 Verletzten. Als Ursache wurde ein Bruch einer Schweißnaht angeführt, der zur Entgleisung geführt hatte.






