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Bombenalarm bei Air France : Polizei nimmt ehemaligen Polizisten in Gewahrsam

  • Aktualisiert am

In Paris: Air-France-Chef Frédéric Gagey auf einer eilig arrangierten Pressekonferenz. Bild: Reuters

Eine vermeintliche Bombe an Bord führte zur Notlandung eines Air-France-Flugs in Mombasa. Nach einer Nacht im Hotel konnten die Fluggäste weiterfliegen, bei der Ankunft in Paris wurde einer von ihnen festgenommen.

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          Nach der Notlandung einer Air-France-Maschine in Kenia wegen eines falschen Bombenalarms hat die französische Polizei einen 58 Jahre alten Passagier festgenommen. Wie am Montag aus Polizeikreisen verlautete, passten Grenzpolizisten den pensionierten Polizisten und seine Frau bei ihrer Ankunft am frühen Morgen am Pariser Flughafen Charles de Gaulles ab. Der Mann wurde in Gewahrsam genommen, seine Frau soll ebenso wie Mitglieder der Besatzung als Zeugin befragt werden.

          Die Boeing 777 war am Sonntag auf dem Weg von Mauritius nach Paris in Mombasa notgelandet, nachdem ein verdächtiges Päckchen auf einer Toilette der Passagiermaschine gefunden worden war. Später stellte es sich heraus, dass es sich um eine Bombenattrappe gehandelt hatte. An Bord waren 459 Passagiere und 14 Besatzungsmitglieder, die das Flugzeug über Notrutschen verließen.

          In Mombasa gestrandet: Passagiere beim Sicherheitscheck
          In Mombasa gestrandet: Passagiere beim Sicherheitscheck : Bild: AP

          Air-France-Chef Frédéric Gagey erklärte am Sonntag in Paris, der angebliche Sprengsatz habe aus Karton, Papier und einer Art Zeitschaltuhr bestanden. „Das Objekt war nicht imstande, eine Explosion auszulösen“, fügte Gagey hinzu. Air France erstattete am Montag Anzeige gegen Unbekannt wegen Gefährdung des Lebens Anderer, teilte ein Unternehmenssprecher mit.

          Nach den von Dschihadisten verübten Pariser Anschlägen vom 13. November mit 130 Toten befinden sich viele Länder in erhöhter Alarmbereitschaft. Die Miliz „Islamischer Staat“ (IS) bekannte sich auch zu einem Anschlag Ende Oktober auf ein russisches Passagierflugzeug über der Sinai-Halbinsel in Ägypten. Dabei starben alle 224 Menschen an Bord, überwiegend russische Urlauber.

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