Oberammergau : Heimkinder müssen Gage für Passionsspiele abgeben

Monatelang standen sie bei den Passionsspielen auf der Bühne: Nun müssen elf Heimkinder den Großteil ihrer Gage an die Stadt München abgeben. Das Gesetz will es so, sagt die Stadt.
Elf Heimkinder, die 2010 bei den Oberammergauer Passionsspielen mitspielten, mussten einen Großteil ihrer Gage abgeben. Kassiert hat das Geld die Stadt München - als Träger des Marie-Mattfeld-Hauses in Oberammergau, in dem die Kinder leben. „Das Kinder- und Jugendhilfegesetz schreibt zwingend vor, dass 75 Prozent des Einkommens von Kindern und Jugendlichen als Kostenbeitrag für ihre Heimunterbringung eingesetzt werden müssen“, erklärte das Münchner Sozialreferat am Dienstag. Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) sprach von „fauler Ausrede“.





