Nach Fall „Chantal“ : Drogentest für Pflegeeltern

Nach dem Tod der elf Jahre alten Chantal durch eine Überdosis Methadon hat die Hamburger Sozialbehörde die Auswahlkriterien für Pflegeeltern verschärft.
Die Nachricht klang unglaublich: In Wilhelmsburg im Hamburger Stadtbezirk Mitte starb am 16. Januar ein elf Jahre altes Mädchen an einer Methadonvergiftung. Methadon wird synthetisch hergestellt und dient als Ersatzstoff für Heroinsüchtige. Chantals leibliche Eltern sind rauschgiftsüchtig. Das Mädchen lebte aber in einer Pflegefamilie – die Pflegemutter ist 47 Jahre alt, der Pflegevater 51. Es dauerte ein paar Tage, bis sich herausstellte, dass auch die Pflegeeltern rauschgiftsüchtig sind und deshalb schon seit Jahren Methadon zu Hause haben, für das Kind offen erreichbar. 32 Tabletten wurden nach dem Tod des Mädchens in der Wohnung gefunden. Zudem wurde bekannt, dass der Pflegevater wegen Raubes und Rauschgifthandels vorbestraft ist.





