Königlicher Staatsbesuch : Auf der Spur der Queen

Gut drei Tage lang weilte Elisabeth II. in Deutschland. Es war, wie erwartet, großes royales Kino. Unsere Autorin hat versucht, den Staatsgast so oft wie möglich zu erleben. Erste Erkenntnis: Eine Monarchin spricht nicht.
Eure Majestät, das ist für uns, Sie und mich, die letzte Chance. Viele Stunden, ja Tage, in denen ich Sie beobachtet habe, sind vorbei, und Sie haben nichts davon geahnt, denn es haben Sie ja so viele Menschen während Ihres Staatsbesuchs in Berlin und Frankfurt gesehen und Ihnen zugejubelt. In ein paar Stunden fliegen Sie zurück nach London. Aber noch hat sich mein kleiner Wunsch nicht erfüllt. Noch habe ich auch die Hoffnung nicht aufgegeben. Hier, am Freitagmorgen, vor dem Brandenburger Tor. Der Himmel strahlt blau, die Linden vor dem „Adlon“ rascheln. Der extra aus England eingeflogene Bentley der Queen ist vorgefahren. Elisabeth II. tritt aus dem Eingang des Hotels. Mit vorsichtigen, aber sicheren Schritten schreitet sie zu ihrem Wagen, aber vorher geht sie noch auf die vielen hinter den Absperrungen wartenden Menschen zu. Sie lächelt. Jetzt wäre doch der ideale Augenblick.





