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Wegen Waldbränden : Brasiliens Präsident Bolsonaro attackiert Leonardo DiCaprio

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Engagiert sich für Umweltprojekte: der Schauspieler Leonardo DiCaprio (hier im September 2019 beim Global Citizen Festival in New York) Bild: AP

Nachdem er bereits NGOs vorgeworfen hat, für die Brände im Amazonasgebiet verantwortlich zu sein, beschuldigt Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro nun auch den Hollywood-Schauspieler Leonardo DiCaprio.

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          Im Streit über die jüngsten Brände im Amazonasregenwald hat Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro schwere Vorwürfe gegen den amerikanischen Schauspieler und Umweltaktivisten Leonardo DiCaprio erhoben. „Leonardo DiCaprio ist ein netter Kerl, oder?“, sagte der Staatschef am Freitag vor der Präsidentenresidenz in Brasília zu Anhängern und fügte hinzu: „Geld geben, um den Amazonas in Brand zu stecken.“ Zuvor warf Bolsonaro bereits Nichtregierungsorganisationen vor, die Brände gelegt zu haben, um wegen der dramatischen Bilder dann mehr Spendengelder einsammeln zu können.

          Die Umweltschutzorganisation WWF wies die Vorwürfe zurück. „Korruption war und ist die Hauptursache für die Zerstörung des Amazonasgebiets, für Landraub, Gewalt gegen lokale Gemeinschaften und indigene Völker, illegale Aktivitäten und Holzdiebstahl“, hieß es in einer Stellungnahme. „Was wir von der Regierung erwarten, ist der Mut, das Problem der Brandstiftung und der Bodenspekulation anzugehen.“

          Bolsonaros Regierung war wegen ihre Umweltpolitik zuletzt international in die Kritik geraten. Die heftigen Waldbrände in der Trockenzeit hatten auf der ganzen Welt für Bestürzung besorgt. Bolsonaro sieht den Regenwald vor allem als wirtschaftliches Potential und will mehr Flächen für Landwirtschaft, Bergbau und Energiegewinnung erschließen. Kritiker werfen ihm vor, Holzfäller und Farmer zur Abholzung und Brandrodung zu ermutigen.

          Zuletzt waren in der Region Pará vier freiwillige Feuerwehrleute festgenommen worden, weil sie angeblich Brände gelegt haben sollen. Die Staatsanwaltschaft stellte später klar, dass es keinerlei Grundlage für diese Vorwürfe gebe. Die Männer wurden daraufhin wieder auf freien Fuß gesetzt.

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