„Preis für Demokratie“ : Die Frau aus dem Frontstaat

Die Stadt Leipzig hat eine neue Auszeichnung geschaffen: den Robert-Blum-Preis für Demokratie. Heute ist er zum ersten Mal verliehen worden – an Maia Sandu, die standhafte Präsidentin der Republik Moldau.
Im Jahr 2030, so verkündet es Maia Sandu im Festsaal des Alten Rathauses von Leipzig, wolle ihr Land Mitglied der EU werden. „Das mag Ihnen schnell erscheinen“, fügte die Staatspräsidentin der Republik Moldau, hinzu, „doch für uns ist das lang hin. Denn es bedeutet sechs Jahre lang weitere Gefährdung unserer Demokratie.“ Durch Russland, das nicht nur die abtrünnige moldauische Provinz Transnistrien unterstützt, sondern auch im restlichen Land auf partikulare Bestrebungen setzt – ganz nach dem Vorbild seines Vorgehens gegen die Ukraine. Wenn die Demokratie in Europa Bestand haben soll, so Sandu, dann müsse sie sich wehrhaft gegen diese Bestrebungen zeigen. Und sie steht einem Frontstaat in diesem Kampf vor.


