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Radioaktivität in New York : Das Erbe der Atombombe

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„Freiwillig würde ich das Gelände nicht betreten“: Wie kontaminiert ist die Gegend um die Bayonne Bridge auf Staten Island? Bild: Todd Heisler/NYT/Laif

Das „Manhattan Project“ spielte sich weit entfernt von New York ab. Doch auch in der Stadt lagerte die Regierung Anfang der vierziger Jahre Material, das bis heute strahlende Spuren hinterlässt.

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          Es ist ein ungewöhnlicher Ort, um der Opfer der amerikanischen Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki 1945 zu gedenken. Die Bayonne-Brücke liegt im Norden von Staten Island, jenem Stadtteil von New York, über den sich Einheimische bisweilen lustig machen und den Touristen selten erkunden. Inmitten von Lagerhäusern, Industriebrachen und unscheinbaren Holzhäusern trafen sich hier irgendwann im Jahr 1999 Japanerinnen und Japaner zum Beten. Sie seien von der japanischen Botschaft gekommen, erzählte man sich. Beryl Thurman hörte davon. Sie beschäftigtet sich zu der Zeit mit der Gegend – ein neues Wohnprojekt sollte entstehen, ohne dass es genug Schulplätze gab.

          Thurman hatte schon andere Gerüchte gehört: Anwohner würden von der Umweltverschmutzung in der Nachbarschaft krank. Und seit Jahrzehnten erzählten ältere Menschen, in dieser Gegend sei einst Material für die Atombombe gelagert worden. Die Geschichte von den betenden Japanern ließ Thurman keine Ruhe mehr. Schließlich wandte sie sich an die Regierung, mit einer formellen Anfrage nach dem amerikanischen Informationsfreiheitsgesetz.

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