Dresdner Sinfoniker : Die Mauer wegsingen

Die Dresdner Sinfoniker haben Sinn für Politik und Symbolik. Sie wollen musizierend gegen die von Donald Trump geplante Zementgrenze zu Mexiko protestieren. Doch werden sie einreisen können?
Der Bibel zufolge sollen die Trompeten von Jericho ganze Mauern zum Einsturz gebracht haben. Einen ähnlich durchschlagenden Erfolg malen sich die Dresdner Sinfoniker nicht aus, vielmehr wollen sie mit Musik ein hör- und sichtbares Signal gegen Abgrenzung, Fanatismus und Nationalismus setzen. „Es liegt doch auf der Hand, dass Musik Grenzen überschreiten und Brücken bauen kann“, behauptet Markus Rindt, Intendant und Mitbegründer des Orchesters. Er war es auch, dem im Januar dieses Jahres, als Donald Trump ins Weiße Haus einzog und seine Pläne für eine Mauer zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten abermals propagierte, die Idee kam, dagegen etwas zu unternehmen. So wird, wenn alles gut geht, am 3. Juni dieses Jahres die amerikanisch-mexikanische Grenze Ort eines gigantischen Happenings sein – und zwar auf möglichst vielen der insgesamt 3200 Kilometer.





