Tomoki Sanders steht auf den Schultern von Jazzgiganten, nicht nur denen seines Vaters Pharoah. Bei einem Konzert in Heidelberg beweist er explosive Kreativität – aber konterkariert seine Ernsthaftigkeit mit unnötigen Mätzchen.
Vor fünfzig Jahren veröffentlichte Stevie Wonder sein Doppelalbum „Songs In The Key Of Life“. Es wurde zum musikalischen Triumph. Nun hat er es in Hannover am Stück aufgeführt: ein epochaler Auftritt.
Danger Dan geht auf Tour und singt „Keine Angst“. Uns erklärt er, wann Angst trotzdem angebracht ist. Und was er mit seinen Grüßen an Lina E. meinte, in denen viele einen Gewaltaufruf hörten.
Vor fünfzig Jahren veränderte Wolf Biermanns Kölner Konzert nicht nur sein Leben, sondern auch die deutsch-deutsche Geschichte. Nun kehrte er zum Jubiläum zurück: Bericht von einem, der beide Auftritte miterlebt hat.
Das Publikum der Donaueschinger Musiktage buht gegen seine eigene Veralberung an. Aber grundsätzlich ist das Niveau neuer Orchesterwerke besser als im Vorjahr.
Jazzorchester und Rockgitarrist, passt das zusammen? Beim Deutschen Jazzfestival in Frankfurt kam es zu überraschenden Begegnungen und spektakulären Einzelauftritten. Dem Publikum war das mehr als recht.
Jede Woche fragen wir Menschen aus dem Kulturbetrieb, was sie lesen und welches Buch in ihrem Schrank sie ganz bestimmt nicht lesen werden. Diesmal antwortet der Dirigent Kazuki Yamada.
Der erste Adults-only-Flug: Ein amerikanischer Reiseveranstalter wirbt für erholsame Ferien ganz ohne störende Kinder. Dabei sind das Problem doch eher die Erwachsenen, die sich danebenbenehmen.
Er hat uns den Katechismus eingebrockt: Christoph Kardinal Schönborn eröffnete auf einer Wiener Tagung das 100. Geburtsjahr Joseph Ratzingers mit einem Appell, in religiösen Dingen nicht ahnungslos daherzureden.
Warum sagt alle Welt, wenn es um politische Reformen, Friseurtermine oder Geldüberweisungen geht: „Das kriegen wir hin“? Dieser Sound von kurz vor knapp hat etwas Gönnerhaftes, der souveräne Handlungsbegriff geht flöten.
Ein offener Brief mit den Unterschriften von 150 Prominenten der Kultur aus aller Welt setzt sich für die irische Schriftstellerin Sally Rooney ein. Doch die hat sich mit ihrem Engagement für eine radikale Gruppe selbst in die Klemme gebracht. Allemal intellektuell.
Die gewaltvollen Ausschreitungen in Frankreich rufen unterschiedliche Erzählungen hervor, die dennoch dasselbe ausdrücken: Die Sehnsucht nach dem großen, kommenden Aufstand.
Wie groß ist der Druck auf Journalisten in der Nahostberichterstattung? Eine Studie der FU Berlin behauptet: Besorgniserregend hoch. Und rechnet doch vor allem subjektive Befindlichkeiten zusammen.
Die lange bestehende PHP-Sicherheitslücke hat Open AI mit seinem KI-Modell aufgedeckt – und gezielt Entwickler und Regierungen darüber informiert. Doch dieses Wohlwollen kann umschlagen, wie das Beispiel Elon Musk zeigt.
Wahrscheinlich ja, meint sein Verlag und trennt sich jetzt von ihm. Auch die großen Literaturpreise zeigen Orélien die kalte Schulter. Dabei liegt die Lösung so nahe.
Im Leipziger Hauptbahnhof hat das erste deutsche Robotik-Restaurant geöffnet. Im „Robyn’s“ schenken zwei höchst bewegliche mechanische Arme Getränke aus und richten warme Speisen an. Nur am Temperaturempfinden hapert es noch. Und an der Robotergesundheit.
Im Interview mit einem Fachdienst redet die „Bild“-Chefin Marion Horn Tacheles. Sie spricht über ihren Kollegen Paul Ronzheimer und über die AfD. Nun scheinen ihr die Aussagen zu dieser Partei peinlich zu sein. Warum?
Man wird schwerlich einen anderen, ähnlich vielseitigen Avantgardisten des Jazz finden: zum Tod des Musikers, Komponisten, Bigband-Chefs und Wissenschaftlers Dieter Glawischnig.
Von einer Vicomtesse erwartete man sich nichts: Die aktuellen Bemühungen des Palazzetto Bru Zane um die Komponistin Clémence de Grandval sind auch eine Auseinandersetzung mit den Vorurteilen des 19. Jahrhunderts.
Der Schweizer Dirigent Charles Dutoit hat das Symphonieorchester von Montréal auf die Weltkarte der Musik gehoben. Dann kam ein Karriereknick. An diesem Mittwoch wird er 90 Jahre alt.
Die Tracy Chapman des Maghreb und der Guru des tantrischen Saxophons: Souad Massi eröffnet das Festival „Enjoy Jazz“, Trygve Seim und Tord Gustavsen erweitern es zwischen Bach-Chorälen und Electro-Folklore.
Neuer Chefdirigent: Beim Deutschen Symphonie-Orchester in Berlin gibt Kazuki Yamada seinen Einstand, und muss sich erst einmal gegen das Wort behaupten.
Er war ein Erneuerer des Jazz, ein generöser Mentor und auch ein Aktivist: Alle diese Facetten des im Mai gestorbenen Sonny Rollins wurden nun noch einmal gewürdigt bei einer musikalischen Gedenkfeier in Harlem.
Sarvenaz Safari und Yuri Laniuk stammen aus Ländern, in denen Krieg herrscht: aus Iran und der Ukraine. Was bedeutet es, in einer solchen Situation schöpferisch zu sein?
Das Kronberg Festival steht in diesem Jahr unter dem Motto „Courage!“. Wie viele Facetten des Begriffs musikalisch aufgegriffen werden, erzählt der künstlerische Leiter der Kronberg Academy, Friedemann Eichhorn.
Pablo Casals, der Namenspatron des Casals Forums, kam vor 150 Jahren zur Welt. Die Kronberg Academy erinnert mit einer Ausstellung an den bedeutenden Musiker und politischen Aktivisten.
Müssen auch Schmusekonzerte Platz für politische Parolen bieten? Der Sänger Ed Sheeran hat sich dem Bekenntniszwang im Nahostkonflikt sanft zu entziehen versucht – und damit doch polarisiert.
Das dadaistische Rockmusikduo Angine de Poitrine erlebt gerade einen unglaublichen Popularitätsschub. Die Identität der Musiker hinter den Masken ist geheim – aber ihrem Manager in Québec konnten wir einige Fragen stellen.
Das Kulturzentrum Villa Senar in der Schweiz beginnt, mit eigenen Kompositionsaufträgen, Kooperationen und wissenschaftlicher Forschung, das Erbe Sergej Rachmaninows für die Zukunft zu erschließen.
Eine Französin mit deutscher Seele: Die ehemalige Tennishoffnung Marie Jacquot blickt schon in jungem Alter auf eine steile Karriere als Dirigentin zurück. Jetzt übernimmt sie die Leitung des WDR-Sinfonieorchesters.
Deutsche Geschichte und polnischer Post-Punk: Über den erstaunlichen Besuch der Band Trupa Trupa in Berlin und die provokante Lyrik ihres Sängers Grzegorz Kwiatkowski, die auch Täter des Holocausts zu Wort kommen lässt.
Die amerikanische Dichterin Amanda Gorman und der deutsche Cellist Jan Vogler treten am 11. September beim Lucerne Festival auf. Ein Gespräch über Amerika, Bach und moderne Lyrik – und politische Ambitionen.
Jordi Savall und Simon Rattle dirigieren beim Musikfest Berlin Werke der frühen Romantik. Die Ergebnisse fallen sehr unterschiedlich aus. Vor allem aber glänzt Isabelle Faust mit Schumanns Violinkonzert.
Das Kronberg Institute for Music & Health wird ein modernes Konzertsaallabor bekommen. Wissenschaftler erforschen dort die Wirkung von Musik auf die Gesundheit.
Volle Kirchen in Antwerpen: Das Festival Laus Polyphoniae feiert die Mehrstimmigkeit von Ungarn bis Portugal an der Schwelle zur Neuzeit. Besonders die Werke aus Deutschland sind eine Pracht.
Der Geiger Christian Tetzlaff hat wegen Donald Trump alle Konzerte in den USA abgesagt. Aber der moralische Opportunismus der Musiker gehe über den politischen noch hinaus, sagt er.
Die Elbphilharmonie in Hamburg geht in ihre zehnte Saison, der Ticketerfolg hält erstaunlicherweise an. Doch gewinnt die klassische Musik dank ihr wirklich neues Publikum?
Jenseits des Mainstreams: Musik der Dänin Hilda Sehested und des Russen Alexej Stantschinsky zählt zu den stärksten Entdeckungen bei den Raritäten der Klaviermusik in Husum.