Castorfs „Švejk“ in München : Nichts Neues aus der Gulaschkanone

Zeit zum Träumen in einer langen Nacht: Mit „Švejk“ schickt Frank Castorf seine Darsteller am Residenztheater in München auf einen Hochleistungsparcours.
Eine halbe Stunde vor Mitternacht klettert Bibiana Beglau in die Gulaschkanone. Frank Castorfs Münchner Inszenierung des „Švejk“, die mit dem berühmten, 1921 erschienenen Weltkriegsroman von Jaroslav Hašek kaum etwas zu tun hat, dauert zu diesem Zeitpunkt bereits mehrere Ewigkeiten. Bibiana Beglau, eine Schauspielerin, die für ihren Wagemut und ihre unbändige Lust an Grenzüberschreitungen bekannt ist, geht jetzt dorthin, wo noch niemand war, nicht einmal ihr Regisseur.





