Doku „KGB – Schild und Schwert“ : Wenn Schlapphüte den Staat übernehmen

Über Staatsagenten macht man besser keine Witze: Der Dreiteiler „KGB – Schild und Schwert“ beleuchtet Russlands jüngere Geschichte anhand seiner Geheimdienste.
Einmal vermisst Josef Stalin seine Pfeife, findet sie aber gleich darauf wieder. Inzwischen hat sein Geheimdienst NKWD schon hundert Leute verhaftet, von denen 99 die Tat gestanden haben. Als man dies dem Führer der Sowjetunion hinterbringt, ist er verstimmt. Nur 99? „Weiter ermitteln!“ In einem Moskauer Comedy Club erzählt eine junge Schauspielerin Geheimdienstwitze. In einer Diktatur, einem Terrorregime hat der Witz andere Funktionen, als lustig zu sein. Er ist oppositionell und subversiv. Er entlarvt die Herrscher und ihr Unrecht durch Lächerlichmachen. Er ist politisches und gesellschaftliches Ventil. Und er ist lebensgefährlich.


