TV-Kritik: „Hart aber fair“ : Corona-Schecks und Autoprämie gegen Klassenkampf und Klimakrise

Frank Plasberg sucht in der Corona-Krise nach dem Wirtschaftsaufschwung. Doch die Gästeliste leidet an einer eklatanten Lücke – und der anwesende Hauptakteur versteckt sich hinter gebetsmühlenartigen Vertröstungsphrasen.
Die Sendung „Hart aber fair“ ist erst wenige Minuten alt, da platziert Wirtschaftsminister Peter Altmaier die erste wichtige Nachricht: Für die Soforthilfe des Staates wird es nach Juni eine Anschlussregelung geben. Es ist ein Signal für Selbständige aller Branchen – ob der Gastronomie, der Reisebranche oder des Einzelhandels. Auch die anwesende Sarah Stücker kann aufatmen. Anstatt Messen zu organisieren, ackert die Eventmanagerin dieser Tage regelmäßig auf dem Spargelfeld und hilft bei der Ernte. Nur so kommt sie über die Runden. Stücker klagt, ihr sei das Arbeiten untersagt worden, nun erwarte sie auch Unterstützung vom Staat. Die wird kommen, versichert Altmaier. Leider wird es an diesem Abend das einzige klare Signal aus dem Munde des Ministers bleiben.





