„Tatort“ aus Weimar : Der Wilde Westen fängt hinter Weimar an

Cowboy und Gendarm: Im „Tatort – Der höllische Heinz“ kommt es zum Mord im Themenpark. Liebhaber des subtileren Witzes müssen die Zähne zusammenbeißen.
Ein toter Mann wird aus der Ilm gezogen, er trägt Lederkleidung und Federaccessoires. „Hippies in Thüringen? Nee!“, schnaubt Kommissar Lessing (Christian Ulmen) und er soll recht behalten: Statt als Blumenkind wird der Mann bald als „Indianer“ identifiziert. Genauer gesagt handelt es sich um Wolfgang Weber, den Eigentümer des Themenparks „El Doroda“. In „El Doroda“ sollen sich die Besucher in den Wilden Westen versetzt fühlen, unterhalten von kostümierten Mitarbeitern, für die das Ganze weit mehr als ein Beruf ist. Die meisten sind Aussteiger und leben ihre romantisierten Western-Identitäten rund um die Uhr aus. Judith Wörtche (Lina Wendel) zum Beispiel, die früher Politesse in Erfurt war – „Jeder Depp hat mich als Fußabtreter benutzt“ – und jetzt den Saloon führt. Sie sagt: „Hier fassen sich die Männer an den Hut, wenn sie mich begrüßen.“





