„Aus der Spur“ bei Arte : Desperado im System

Heimzahlung in harter Münze: Ziad Doueiri hat mit der Serie „Aus der Spur“ eine Parabel über den Aufstand eines Arbeitslosen gedreht. Man merkt, dass er bei Quentin Tarantino gelernt hat.
„Diese Leute gewinnen am Ende immer.“ Wie oft hat man einen solchen Satz in sozial echauffierten Dramen schon gehört? Und wie selten gelingt es, eine solche zum Mitnehmen abgepackte Botschaft aufzuschnüren? Hier aber ist es so, und das in französisch-harter Fernseheleganz: Im Grunde dreht sich die in schmutzigen Realismus getunkte Miniserie „Aus der Spur“ einzig um die Frage, wie sich „diese Leute“ eigentlich von den anderen unterscheiden. Es spricht für die Serie und ihren nicht ganz verlässlichen Protagonisten, dass diese Reflexion teils im Verborgenen stattfindet.





