Kritik an Ronan Farrow : Ist die Galionsfigur von „MeToo“ nur ein Märchenerzähler?

Die Wahrheit oder eine Heldengeschichte? Ronan Farrow hat den Weinstein-Skandal ins Rollen gebracht. Nun wirft ihm die „New York Times“ unsaubere Methoden vor.
Er möge der berühmteste investigative Reporter Amerikas sein. Ein Promi-Journalist, der als Fernseh-Wunderkind begann und sich dann hinab begab, um im Bergwerk des harten investigativen Journalismus zu schuften. Atemberaubende und Geschichten mit nachhaltiger Wirkung habe er verfasst. Mächtige Männer aus der Welt von Hollywood, des Fernsehens und der Politik, die junge Frauen als Beute betrachteten, habe er enttarnt und dafür einen Pulitzer-Preis bekommen. All das habe Ronan Farrow mit seinen Enthüllungen erreicht, schreibt der Medienkritiker Ben Smith in der „New York Times“. Die Frage sei nur: Wie? Die Antwort findet sich schon im Titel der Kolumne, die in den Vereinigten Staaten gerade die Gemüter erregt. Gekleidet ist der Befund in eine Frage: „Ist Ronan Farrow zu gut, um wahr zu sein?“





