„Deutschboden“ als Kinofilm : High Noon in Hardrockhausen

Der Regisseur André Schäfer hat Moritz von Uslars vielgepriesene Reportage „Deutschboden“ für das Kino verfilmt. Der Autor wandert darin noch einmal seinen eigenen Recherchen nach und trifft alte Bekannte. War das nötig?
Nach der grandiosen, auf Videoportalen millionenfach angeschauten Werbefilmparodie des Berliner Künstlers Friedrich Liechtenstein, in der Tiefkühl-Dorsch zum Nonplusultra erklärt wird („sehr, sehr geil“), kann es für die Werbeindustrie im Grunde kein „Weiter so“ mehr geben. Aber die Parodie der Supergeilheit hat noch weitere Folgen, etwa für gewisse literarische Tonfälle: So kann sich danach die Schriftstellerin Helene Hegemann eigentlich nie wieder interviewen lassen, ohne selbst unter Parodieverdacht zu geraten.





