Kinofilm „Die Fotografin“ :
Die Frau in Hitlers Badewanne

Von
Elisabeth Knetsch
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Das Rauchen hilft nicht wirklich, aber ohne Zigarette hält man’s an der Text- und Bilderfront des Journalismus kaum aus: Lee Miller (Kate Winslet)
Das Rauchen hilft nicht wirklich, aber ohne Zigarette hält man’s an der Text- und Bilderfront des Journalismus kaum aus: Lee Miller (Kate Winslet)Sky UK

An Hitlers Todestag ließ sie sich in seiner Badewanne ablichten: Der historische Spielfilm „Die Fotografin“ versucht, das Leben der Kriegsjournalistin Lee Miller zu verstehen. Kate Winslet überzeugt mehr als das Drehbuch.

Es ist schwer, jemanden eine Realität begreifen zu lassen, die er selbst nie gesehen hat. Noch schwerer ist es, wenn diese Realität kaum zu ertragen ist. Wie die Fotografin Lee Miller selbst als Kriegsberichterstatterin versuchte, die Gräuel der Nazi-Herrschaft in Europa auf Fotos festzuhalten,versucht das Biopic „Die Fotografin“ ihre Geschichte zu erzählen. Der Spielfilm ist aber nur dem Umriss nach ein Porträt der vielgesichtigen Frau, nachgebildet wird vielmehr die Realität Europas nach dem Zweiten Weltkrieg, aber aus Millers ungewöhnlicher Perspektive. „Even when I wanted to look away, I knew I couldn’t“, „auch wenn ich wegschauen wollte, wusste ich, dass ich es nicht kann“, sagt sie im Film über sich.

FAZ

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