Filmfest Venedig : Sigmund Freud hätte Spaß gehabt

Kidman, Pitt, Clooney: Am Lido spannen der Erotikthriller „Babygirl“, der Kriminalfilm „The Order“, die Actionkomödie „Wolfs“ und der Filmessay „Why War“ mit großen Stars den Bogen von Liebe zu Hass.
Der Meinung, dass Eros und Thanatos zusammengehören, ist nicht nur Sigmund Freud, auch das Festival von Venedig hat seine Filme um diese Pole arrangiert. Den lustvollen Anfang machte „Babygirl“, in dem Nicole Kidman in Kaschmirmänteln und puderfarbenen Blusen die erfolgreiche Geschäftsfrau Romy gibt, die sich zwar zart kleidet, aber hart auftreten muss. Sie führt ihr eigenes E-Commerce-Unternehmen in New York, hat zwei fast erwachsene Töchter und einen Künstler zum Mann (Antonio Banderas), der sie vergöttert. Die Beziehung ist natürlich nicht so schön wie ihr Schein. Schon zu Beginn sieht man das Paar beim Sex, aber die Kamera steht Kopf. Aus der postkoitalen Umarmung des Ehemannes stiehlt sich Romy, um im Arbeitszimmer Pornos zu schauen und sich selbst zu befriedigen. Was sie sexuell sucht, kann ihr Partner nicht bieten. Dafür macht ihr ein Praktikant eindeutige Avancen.
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