Fake News :
Das ist doch nicht wahr

Von
Adrian Lobe
Lesezeit:
Auch bei dieser Schlagzeile des „World News Daily Report“ sind Zweifel berechtigt: Donald Trump verspricht, Nacktbilder von seiner Frau zu zeigen, wenn er gewählt wird.
Auch bei dieser Schlagzeile des „World News Daily Report“ sind Zweifel berechtigt: Donald Trump verspricht, Nacktbilder von seiner Frau zu zeigen, wenn er gewählt wird.Screenshot/World News Daily Report

Im Netz laufen gefälschte Nachrichten immer besser. Sie werden professionell gemacht und sind nicht gleich als Satire zu erkennen. Es scheint einen Bedarf an Lügenmärchen zu geben.

Vor wenigen Wochen machte im Internet ein Bericht die Runde, wonach eine Transgender-Frau in einem Kaufhaus in Colorado auf der Damentoilette erschossen worden sei. Der Artikel, der zuerst auf einer Website namens „Associated Media Coverage“ publiziert wurde, enthielt eine fettgedruckte Passage, die ein Hinweisschild auf der Toilette des Department Stores wiederzugeben vorgab: „Bei Bradford’s ermuntern wir alle Gäste, das WC aufzusuchen, mit dem sie sich identifizieren. Vielen Dank, das Bradford-Management-Team.“ Der Artikel fiel mitten in die hitzige Diskussion um das Transgender-Toilettengesetz und wurde in Netzwerken en masse geteilt. Das Problem an der Geschichte: Sie war frei erfunden. Weder gibt es in Colorado ein Kaufhaus namens Bradford, noch existieren die Namen der Personen. Die Leser waren einem Irrtum aufgesessen.

FAZ

Ohne Abo weiterlesen

Dies ist kein Abo. Ihre Registrierung ist komplett kostenlos, ohne versteckte Kosten.
Oder 3 Monate für 1 € pro Monat Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen erhalten und immer aktuell informiert bleiben.
Empfehlungen
Was wird aus Israels Demokratie nach den gestrigen Wahlen? Fahnen vor der Knesset, dem Parlamentsgebäude in Jerusalem
FAZ+Nach den Wahlen in Israel:
Dunkle Zeiten

In einer wirklich liberalen Demokratie hätten wir nicht erst jetzt gewählt. Das Ergebnis der israelischen Abstimmung lässt für die Zukunft meines Heimatlandes nichts Gutes erwarten.

Jakob Hessing
Der Blick des Kindes sprengt den Bildrahmen: Lovis Corinth, „Wilhelmine mit Ball“, 1915
Maler Lovis Corinth:
Berlin war sein Glück

Er sah sich als „kaiserlichen Deutschen“, malte expressionistisch und altmeisterlich zugleich und galt den Nationalsozialisten als entartet: Die Berlinische Galerie zeigt das faszinierende Spätwerk von Lovis Corinth.

Andreas Kilb
Stellenmarkt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Stellenmarkt
Zum Stellenmarkt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Stellenmarkt
Leitung Strategische Kommunikation (m/w/d)
Zweirad-Industrie-Verband e.V.
Zum Stellenmarkt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Stellenmarkt
Zum Stellenmarkt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Stellenmarkt
Teamleitung (m/w/d) IT-Sicherheit
Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Zum Stellenmarkt