Fake News : Das ist doch nicht wahr

Im Netz laufen gefälschte Nachrichten immer besser. Sie werden professionell gemacht und sind nicht gleich als Satire zu erkennen. Es scheint einen Bedarf an Lügenmärchen zu geben.
Vor wenigen Wochen machte im Internet ein Bericht die Runde, wonach eine Transgender-Frau in einem Kaufhaus in Colorado auf der Damentoilette erschossen worden sei. Der Artikel, der zuerst auf einer Website namens „Associated Media Coverage“ publiziert wurde, enthielt eine fettgedruckte Passage, die ein Hinweisschild auf der Toilette des Department Stores wiederzugeben vorgab: „Bei Bradford’s ermuntern wir alle Gäste, das WC aufzusuchen, mit dem sie sich identifizieren. Vielen Dank, das Bradford-Management-Team.“ Der Artikel fiel mitten in die hitzige Diskussion um das Transgender-Toilettengesetz und wurde in Netzwerken en masse geteilt. Das Problem an der Geschichte: Sie war frei erfunden. Weder gibt es in Colorado ein Kaufhaus namens Bradford, noch existieren die Namen der Personen. Die Leser waren einem Irrtum aufgesessen.





