FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Gendern bei ARD und ZDF :
Was für ein Aberglaube

Von
Peter Voß
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Geschlechtergerechte Sprache kann verschiedene Ausprägungen haben. Mit Sternchen lässt sich indessen wenig erreichen.
Geschlechtergerechte Sprache kann verschiedene Ausprägungen haben. Mit Sternchen lässt sich indessen wenig erreichen.picture alliance / blickwinkel/M

Durch das Gendern sondern sich ARD und ZDF vom Publikum ab. Kommen die Sender noch zur Besinnung? Oder ist es schon zu spät? Ein Gastbeitrag.

Nicht ohne Beklemmung muss ich mir eingestehen, dass der Beitrag „Gendersender“ von Fabian Payr mich be­eindruckt und zum Besten gehört, das ich bisher zur Genderei in den Me­dien gelesen habe. Vermutlich entspricht meine mentale Verfassung der eines „verknöcherten Deutschlehrers“ wie auch eines „Sprachpolizisten“, um den (ansonsten „wertgeschätzten“) Kollegen Claus Kleber zu zitieren. Der bietet ein schönes Beispiel für die Kunst, sich gegen Kritik zu immunisieren, indem man dem Kri­tiker just das vorwirft, was man selbst praktiziert: in der Manier eines Oberlehrers das gemeine Volk umzuerziehen. Ich will damit nicht unterstellen, dass er damit (selbst für be­sonders zeitgeisthörige Moderatoren im öffentlich-rechtlichen Rundfunk) repräsentativ ist, es geht eben munter durcheinander.

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