FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Interview mit Marcel Brülhart :
Gurlitts Manet geht nach Tokio

Von
Julia Voss
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Éduard Manet, „Marine, Temps d’orage“, 1873, Öl auf Leinwand.
Éduard Manet, „Marine, Temps d’orage“, 1873, Öl auf Leinwand.Kunstmuseum Bern, Legat Cornelius Gurlitt 2014 © Mick Vincenz

Das Kunstmuseum Bern verkauft das Landschaftsgemälde „Stürmische See“ von 1873. Ein Gespräch mit Marcel Brülhart, Vorstandsmitglied der Dachstiftung des Museums, über den Umgang mit einem schwierigen Erbe.

Als im November 2013 öffentlich bekannt wurde, dass in einer Münchner Wohnung fast 1300 Kunstwerke beschlagnahmt worden waren, sorgte der als „Nazi-Schatz“ bezeichnete Fund international für Schlagzeilen. Ins Rampenlicht geriet Cornelius Gurlitt, der Sohn des NS-Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt, der zu den Chefeinkäufern für das von Hitler geplante „Führermuseum“ in Linz gezählt hatte. Um die Herkunft der Gemälde und Skulpturen aufzuklären, richteten das Land Bayern und der Bund gemeinsam die „Taskforce Schwabinger Kunstfund“ ein. Als Cornelius Gurlitt wenige Monate darauf im Mai 2014 starb, vererbte er seine Sammlung dem Kunstmuseum in Bern. In der Ausstellung „Bestandsaufnahme Gurlitt“, die 2017 gleichzeitig im Kunstmuseum Bern und in der Bundeskunsthalle Bonn eröffnete, wurden die Werke erstmals öffentlich gezeigt.
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