New Yorker Kunstmesse : Jede Menge Schriften an den Wänden

Die Armory Show auf den Piers am Hudson River reicht von modernen Klassikern bis in die akute Gegenwart. Die Messe setzt auf hintersinnige Werke und starke Positionen.
Wie schließt man seinen Frieden mit dem Markt für zeitgenössische Kunst? Das mögen sich Künstler fragen, die durch die Hallen der Armory Show auf den Landungsbrücken Nr. 92 und Nr. 94 am Hudson River spazieren und bei keiner der 205 Galerien unter Vertrag stehen, die zur größten Kunstmesse der Vereinigten Staaten eingeladen worden sind. Unter der Überschrift „How to try and be OK with the contemporary art market“ hat der Künstler und frühere Kunstkritiker William Powhida eine ganze Reihe von Ratschlägen notiert. Der erste lautet, man solle die marxistisch-theoretische Kritik des Markts verwerfen. In kleineren Buchstaben steht dahinter: „Sie ist so vulgär.“ Eine alternative Theorie der Kunstökonomie beginnt mit dem Satz: „Künstler sind ihre eigenen Produktionsmittel.“ Kommentar, wieder kleiner geschrieben: „Das ist phantastisch!“





