Jahresrückblick :
Kulturskandale, die eigentlich keine waren

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Ich salutiere niemandem, außer mir selbst. Jonathan Meese darf Wagners „Parsifal“ bei den Bayreuther Festspielen doch nicht inszenieren.
Ich salutiere niemandem, außer mir selbst. Jonathan Meese darf Wagners „Parsifal“ bei den Bayreuther Festspielen doch nicht inszenieren.dpa

Heiß diskutiert wurde auch in diesem Jahr an vielen kulturellen Fronten. Vermeintliche Anlässe gab es genug. Es hätte Kraft gespart zu erkennen, worüber man sich von Anfang an nicht hätte aufregen müssen.

1. Rausschmiss von Jonathan Meese bei den Bayreuther Festspielen

Es gibt Hochkultur und es gibt Unterhaltung, vereinfacht ausgedrückt. Interessant wird es immer dann, wenn jemand aus der Unterhaltungsindustrie – und als solcher galt der Künstler Jonathan Meese aus Gründen der Selbststiliseriung ja immer irgendwie –, wenn also jemand wie Meese rumtrampelt im Vorgarten der Hochkultur. Man war deshalb gespannt, was von Wagners Oper „Parsifal“ übrig bliebe, wenn Meese sie bei den Bayreuther Festspielen 2016 inszenieren würde. Leider wurde er noch im November dieses Jahres entlassen. Die offizielle Begründung lautete, Meese habe das vorgeschriebene Budget überschritten. War das ein Skandal? Nicht wirklich. Im Sattel der Bayreuther Festspiele saß noch niemand so richtig fest. (frei)

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