FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Prozess gegen Rapper :
Warum stoppte keiner Sean „Diddy“ Combs?

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Da war er auf der Höhe seiner kulturellen Macht: Produzent und Rapper Sean Combs alias Diddy, im Jahr 2012.
Da war er auf der Höhe seiner kulturellen Macht: Produzent und Rapper Sean Combs alias Diddy, im Jahr 2012.dpa

Der Rapper soll über Jahre Frauen missbraucht haben. Damit endet eine lange Erfolgsgeschichte. Über Diddys Rolle beim Weg des Gangsta-Rap in den Mainstream und die Frage, warum er so lange machen konnte, was er wollte.

Sein popkultureller Siegeszug währte Jahrzehnte: Sean Combs, besser bekannt als Puff Daddy, P. Diddy oder Diddy, verkaufte Millionen Platten, inszenierte sich als König des Hip-Hop und baute als Produzent mit Bad Boy Records ein Imperium auf, das das Image der Underground-Kultur in die Musik- und Werbebranche brachte. Die Musikvideos: maßgeschneiderte Anzüge, Champagner, Hochglanzästhetik auf MTV. Der Soundtrack: samplelastiger Pop-Rap mit Ohrwurmqualität. Die Botschaft: Der vermeintliche Gangster ist nicht länger das Problem, er ist der Boss. Bad Boy Records verkaufte 500 Millionen Platten, Combs gewann selbst drei Grammys.

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