Gulag-Gedenkstätte in Kasachstan : Mit Steinchen beworfen, um Leben zu retten

Im Straflager „Alžir“ in Kasachstan saßen die Ehefrauen von Opfern der Stalin'schen Säuberungen ein. Fast alle Staaten der betroffenen Nationalitäten haben hier Gedenksteine aufgestellt – nur der Hauptbetroffene nicht.
Dreißig Kilometer südwestlich der kasachischen Hauptstadt Astana befindet sich die Gulag-Gedenkstätte Alžir – das russische Wort für Algerien bezeichnet hier die Abkürzung für „Akmolinsker Lager für Frauen von Vaterlandsverrätern“, das größte Frauenlager der Sowjetunion. Im Zug des Großen Terrors wurde 1937, als Stalins Säuberung der politischen, wissenschaftlichen und Kultureliten anlief, in der nordkasachischen Steppe ein Straflager errichtet, um die Witwen der erschossenen Manager, Techniker, Forscher dort zu internieren.
Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €
Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €
- Mit einem Klick online kündbar





