Sachbuch „In Putins Kopf“ : Dem Westen das Hinterteil zeigen

Die Destabilisierung Europas ist nur ein Teil der Strategie des russischen Präsidenten: Michel Eltchaninoff erklärt, bei welchen Autoren Wladimir Putin Ideen für seine Geopolitik schöpft.
Der russische Präsident Putin, der sich lange als mutiger Macho positionierte, hat sich das Image eines Philosophen zugelegt. Der Herrscher eines überanstrengten Landes, das nicht zu den historischen Aufsteigern gehört, zitiert, je länger er an der Macht ist, europäische und russische Denker umso häufiger. Doch während er zu Beginn seiner Amtskarriere Immanuel Kant beschwor, hebt er inzwischen russische Philosophen auf den Schild, die, von der Sowjetmacht aus ihrer Heimat vertrieben, im europäischen Exil eine konservative Alternative zu ebendiesem Europa konzipierten.





