Bücher über Irmgard Keun : So mit Beinen und viel Haut um sich

Einmal Bildband, einmal Briefausgabe: Michael Bienert erweist sich mit über „Man lebt von einem Tag zum andern“ und „Das kunstseidene Berlin“, zwei ihr gewidmeten Büchern, als idealer Nachlebenverwalter von Irmgard Keun.
Geboren wurde Irmgard Keun 1905, in eine wohlhabende gutbürgerliche Familie in Charlottenburg, das damals noch nicht ins große Berlin eingegliedert war. Im Jahr 1913 zieht die Familie nach Köln um, weil der Vater dort Teilhaber einer Raffinerie wird. Nach dem Abschluss an einem Mädchenlyzeum arbeitet sie zunächst als Stenotypistin; sie will eigentlich Schauspielerin werden, was nicht gut gelingt, und wendet sich dem Schreiben zu. Im Jahr 1931 kehrt sie nach Berlin zurück, um ihr Glück in der Metropole zu suchen – wie die Heldin ihres ersten Romans „Gilgi, eine von uns“, der Keun im selben Jahr als gänzlich unbekannter Autorin einen Überraschungserfolg beschert hat.





