Wittstocks „Marseille 1940“ :
Am Ausgangstor Europas

Von
Joseph Hanimann
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Über den alten Hafen von Marseille spannte sich von 1905 bis zur Zerstörung 1944/45 die Schwebefähre „Pont transbordeur“.
Über den alten Hafen von Marseille spannte sich von 1905 bis zur Zerstörung 1944/45 die Schwebefähre „Pont transbordeur“.AKG

Uwe Wittstock zeichnet in seiner Studie „Marseille 1940“ die verzweifelte Flucht der deutschen Literaten vor den Nationalsozialisten nach.

Marseille: neben Auschwitz einst der andere Ausgang aus Europa“, notierte im Rückblick der Résistance-Kämpfer und einstige KZ-Häftling David Rousset. Das Herz der französischen Hafenstadt schlug schon immer im Takt der Weltgeschichte. Vor gut achtzig Jahren stauten sich dort Flüchtlinge aus dem NS-Machtbereich. Das Klima aus Verfolgungs- und Überlebensangst, Langeweile, Hunger, Schlangestehen, Schwarzmarkt und Mafia wurde Gegenstand von Filmen und Romanen. Der ­berühmteste ist „Transit“ von Anna Seghers.
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