FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Retrospektive: Renegades :
Ungleiches Paar

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Indigene Darsteller sind keine Erfindung von streamingkompatiblem Casting – wie diese Filme der frühen Neunzigerjahre zeigen.

Wer vor der Oscarverleihung am vergangenen Sonntag die amerikanische Berichterstattung zu den Nominierungen für Martin Scorseses Netflix-Film „Killers of the Flower Moon“ verfolgte, konnte den Eindruck gewinnen, dies sei der erste amerikanische Film, in dem Native Americans eine Rolle spielen durften. Das dem durchaus nicht so ist, beweist ein Blick in die Filmgeschichte. Besonders in den Neunzigerjahren widmete sich eine Vielzahl von Regisseuren dem Thema: Kevin Costner drehte den epischen „Der mit dem Wolf tanzt“ (1990), Michael Mann besetzte in seiner Romanverfilmung von James Fenimore Coopers „Der letzte Mohikaner“ (1992) die Rollen amerikanischer Ureinwohner ebenfalls mit Schauspielern ihrer Nachfahren, und Walter Hill castete als Hauptfigur für sein Historiendrama „Geronimo“ (1993) den Cherokee-Schauspieler Wes Studi (dem die Academy 2019 als erstem Indigenen für seine Arbeit als Darsteller und Filmproduzent einen Ehrenoscar verlieh).

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