Das Beste lesen mit FAZ+ : Gefahren für Radfahrer und warum es gut sein kann, Freundschaften loszulassen

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Radfahren im Straßenverkehr ist zu einer emotionalen Angelegenheit geworden. Vor einiger Zeit fand hier ein Text große Beachtung, der kritisch mit den Radfahrern ins Gericht ging. Nun blickt Radprofi John Degenkolb im Gespräch mit Alex Westhoff mit Sorge in die umgekehrte Richtung. So schildert der 37 Jahre alte Sportler, wie er als Athlet auf der Straße permanent sein Umfeld „scannen“ muss, um Lebensgefahren vorzubeugen. Zwar nehme die Zahl der Radfahrer stetig zu. Doch das Miteinander sei rauer geworden. Selbst in vermeintlichen Fahrradparadiesen wie den Niederlanden sei man auf der Straße oftmals „Freiwild“. Besonders prägt den Routinier ein Trainingsunfall aus dem Jahr 2016, der durch eine überforderte Seniorin verursacht wurde. Daraus leitet Degenkolb eine Forderung ab: Es brauche verpflichtende Überprüfungen der Verkehrstüchtigkeit für ältere Menschen. Bis dahin bleibe Freizeitradlern nur der Griff zum Helm und eine äußerst defensive Fahrweise.


