Abgastests : EU-Staaten schonen Autoindustrie

Der Rahmen für neue Auto-Abgastests in Europa steht. Die Regeln sind strenger als bisher, aber weniger scharf als von der EU-Kommission ursprünglich geplant.
Die europäische Autoindustrie wird von der Politik nicht in Haftung für den VW-Skandal genommen. Vertreter der Mitgliedstaaten einigten sich zwar am Mittwoch nach stundenlangen Verhandlungen in Brüssel auf neue Grenzwerte für den Ausstoß von Stickoxiden. Sie blieben dabei aber deutlich hinter den Vorschlägen der Europäischen Kommission zurück. So sollten nach der endgültigen Einführung der neuen realitätsnahen RDE-Tests im Herbst 2017 Abweichungen von dem gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwert für Dieselfahrzeuge von 80 Milligramm je Kilometer von 88 Milligramm erlaubt sein, hieß es in Brüssel. Von 2019 an werde die Abweichung dann auf 40 Milligramm begrenzt. Die EU-Kommission hatte nur eine zweijährige Übergangsfrist vorgesehen und wollte in diesem Zeitraum eine Abweichung von bis zu 48 Gramm akzeptieren.





