Désirée Nosbusch im Gespräch : Komm nicht weinen!

Vor acht Jahren hatte Désirée Nosbusch ihren letzten Auftritt im deutschen Fernsehen. Jetzt ist sie als kühle Bankenchefin in der Fernsehserie „Bad Banks“ zu sehen. Ein Gespräch über starke Frauen und schreiende Männer.
Eine Serie über die Machenschaften einer Großbank: Das klingt nicht unbedingt nach dem Stoff, mit dem das deutsche Fernsehen endlich beweisen könnte, dass es radikal und originell sein kann; eher nach dem üblichen Verfahren, dramaturgische Langeweile mit gesellschaftspolitischer Brisanz aufzuladen. Dass die sechsteilige Miniserie „Bad Banks“, die Regisseur Christian Schwochow gemeinsam mit den Autoren Oliver Kienle, Jana Burbach und Jan Galli entwickelt hat, so cool, modern und unpädagogisch ist, liegt daran, dass die Finanzwelt nur die Bühne ist, auf der die Serie von den Abgründen der modernen Welt erzählt, von Macht und Sucht, von Männern und Frauen – mit Tempo, Dichte, dem Mut zur Überforderung. Und zur überraschenden Besetzung: Neben der großartigen Paula Beer glänzt auch Désirée Nosbusch, der die Rolle als kühle Bankenchefin endlich die Gelegenheit gab, sich von ihrem Teenie-Image zu befreien.




