Cees Nooteboom zum Achtzigsten : Seelenflaneur

Als Reporter erlebte er Weltgeschichte, als Autor teilt er mit uns den Außenseiterblick aufs Überflüssige, aufs Rauschen der Zeit und das Vorübergehende der Menschen: Zum achtzigsten Geburtstag des Schriftstellers Cees Nooteboom.
Unterwegs ist Cees Nooteboom sein ganzes Leben lang. In seiner Schulzeit fiel er den Lehrern lästig; vom Militärdienst wurde er als „zu mager“ freigestellt, aus ersten beruflichen Versuchen als Bankkaufmann entließ er sich selbst. Seit 1953, und das ist schon eine Weile her, befindet sich dieser ungewöhnliche Autor auf Reisen, zuerst viel in Paris, an der Côte d’Azur, später in Spanien und Portugal. Als Journalist machte er aus diesem Zustand einen Beruf, war lange Zeit in seiner Heimat recht eigentlich als Verfasser tiefgründiger Reiseliteratur bekannt. Das Unterwegssein, das Beobachten und Flanieren durch Orte, Epochen, Seelen ist für Nooteboom dabei zur Daseinsweise geworden. Das Schreiben, mit dem er spät berühmt wurde, kam meist lange hinterher.





