Wirtschaftsstrafprozesse :
Geiselhaft im Gerichtssaal

Joachim Jahn
Ein Kommentar von Joachim Jahn
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Umringt von Kameras: Josef Ackermann vor dem Düsseldorfer Landgericht
Umringt von Kameras: Josef Ackermann vor dem Düsseldorfer Landgerichtdpa

Wirtschaftsstrafprozesse dauern zu lange, denn die Vorwürfe hängen meist von komplizierten Bilanz- und Bewertungsfragen ab. Dies führt zu Vorverurteilungen und kommt oftmals einem Berufsverbot gleich.

Am letzten Montag im Januar ist wieder einmal Großkampftag in einem Gerichtssaal: Eine Heerschar von Reportern, Fotografen und Kameraleuten wird sich in München vor dem Strafjustizzentrum versammeln. Denn dann beginnt der Prozess gegen die frühere Führungsriege der Bayerischen Landesbank wegen Verdachts auf Untreue – darunter der frühere Vorstandschef Werner Schmidt und sein Nachfolger Michael Kemmer, heute Hauptgeschäftsführer des Bankenverbands. Die Manager sollen beim Kauf des österreichischen Geldhauses Hypo Alpe Adria Milliarden verschleudert und außerdem den inzwischen verstorbenen Regionalpolitiker Jörg Haider bestochen haben.

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