Windreich baut Schulden ab

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ols. STUTTGART, 14. August. Die finanzielle Situation des Windparkentwicklers Windreich GmbH bleibt angespannt. „Die Liquidität ist nicht überschäumend“, sagte ...

ols. STUTTGART, 14. August. Die finanzielle Situation des Windparkentwicklers Windreich GmbH bleibt angespannt. „Die Liquidität ist nicht überschäumend“, sagte Geschäftsführer Willi Balz bei Vorlage der vorläufigen Geschäftszahlen für 2012. Man sei aber „ganz weit weg von einer Insolvenz“. Ende vergangenen Jahres betrugen die Verbindlichkeiten 396 Millionen Euro, 38 Millionen Euro weniger als ein Jahr zuvor. Die aktuellen Verbindlichkeiten gegenüber Banken, Anleihezeichnern und Investoren bezifferte Balz auf rund 287 Millionen Euro.

Die Windreich-Gruppe erzielt mit 100 Mitarbeitern eine Gesamtleistung von rund 101 Millionen Euro. Die Umsätze wurden unter anderem durch den Verkauf von 17 Windparks an Land sowie des Meereswindpark-Projekts Deutsche Bucht an Lord Irvine Laidlaw erzielt. Für den Windpark Deutsche Bucht seien in einem ersten Schritt 50 Millionen Euro geflossen, sagte Balz. Was Balz als Umsatz bezeichnet, war de facto eine wichtige Umschuldung. Der Adelige hatte Balz einst einen Kredit zu Zinsen von mehr als 20 Prozent gegeben. Einen Teil davon hat er durch die Abgabe der Deutschen Bucht abgelöst. Dieser Abverkauf sei der größte Umsatzbringer gewesen, räumte Balz ein. Unterm Strich weist die Windreich GmbH für 2012 einen Verlust von 10 Millionen Euro aus, nach 10 Millionen Euro Gewinn im Vorjahr. Gegen Balz und frühere Manager seines Unternehmens wird unter anderem wegen des Verdachts der Bilanzfälschung ermittelt.

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