Silber beendet Michael Schraders Leidenszeit
Wohin ein paar weiche Knie einen eisenharten Zehnkämpfer doch führen können! Die, gibt Michael Schrader zu, habe er gehabt, als er am Samstag früh bei den 100
Wohin ein paar weiche Knie einen eisenharten Zehnkämpfer doch führen können! Die, gibt Michael Schrader zu, habe er gehabt, als er am Samstag früh bei den 100 Metern zwischen den schnellsten Zehnkämpfern der Welt gestanden habe. Das war ganz am Anfang der zehn Stationen im Moskauer Luschniki-Stadion, aber am Ende, nach der „Hass-Disziplin“ 1500 Meter, stand der 26 Jahre alte Duisburger im Trikot von Bayer Leverkusen am Sonntagabend auf dem Podest. Und behielt recht mit seiner Erkenntnis nach dem ersten Tag: „Das könnte der Wettkampf meines Lebens werden.“ Er wurde es, auch wenn an einem kein Weg vorbeiführte: Ashton Eaton, mit 9039 Punkten der Weltrekordhalter, ist zur WM wieder in Form gekommen. Mit 8809 Punkten untermauerte der Olympiasieger aus Amerika seine Regentschaft als König der Athleten. Aber für Schrader war Silber mit 8670 Punkten vor dem Kanadier Damian Warner (8512) vielleicht mehr wert als das beinahe selbstverständliche Gold für Eaton.





