Showdown in Ratingen Behrenbruch fährt zur WM
RATINGEN. Man soll ja mit dem Begriff „Showdown“ vorsichtig umgehen. Nicht jeder Wettkampf hält, was die schrille Werbung verspricht.
RATINGEN. Man soll ja mit dem Begriff „Showdown“ vorsichtig umgehen. Nicht jeder Wettkampf hält, was die schrille Werbung verspricht. Das Mehrkampf-Meeting in Ratingen aber war alles andere als Etikettenschwindel. Meeting-Rekorde, persönliche Bestzeiten, Hochspannung bis zur letzten der zehn Disziplinen, drei Athleten fast auf Augenhöhe. Und das bei dem immensen Druck. Denn Ratingen war die letzte Gelegenheit für die deutschen Zehnkämpfer, sich für die Leichtathletik-Weltmeisterschaften im August in Moskau zu qualifizieren. Da mochte keiner vor den 8000 Zuschauern auch nur einen Zentimeter Boden preisgeben. Ein Nervenspiel. In dem am Ende der Europameister das größte Stehvermögen bewies. Der Frankfurter Pascal Behrenbruch führte nur einmal in diesem Wettkampf - ganz am Ende. Denn im abschließenden 1500-Meter-Lauf spielte der 28-Jährige seine läuferischen und kämpferischen Qualitäten aus, nachdem er zuvor noch auf Platz drei gelegen hatte. Seine 8514 Punkte bedeuten Jahresweltbestleistung - und das Ticket nach Moskau. „Der Europameister muss zur WM“, sagte der Mann von der LG Eintracht Frankfurt. „Alles andere wäre für mich eine Schande gewesen.“
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