Laufen bis zum Drehwurm

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OBERHOF. Den kleinen Kreisverkehr oben am Grenzadler kennt jetzt keine so gut wie Miriam Gössner. Allein am Sonntag hat die 22 Jahre alte Biathletin aus ...

OBERHOF. Den kleinen Kreisverkehr oben am Grenzadler kennt jetzt keine so gut wie Miriam Gössner. Allein am Sonntag hat die 22 Jahre alte Biathletin aus Garmisch die 150 Meter lange Strafrunde vor der langgezogenen Zuschauertribüne in der Oberhofer Arena zehnmal umrundet, und damit der mit jedem Regentag dünner werdenden Schneedecke weiter zugesetzt. Und vor allem hat sie es ihren Verfolgerinnen, die noch am Samstag im Sprint chancenlos gegen die Bayerin gewesen waren, viel zu leicht gemacht. Nicht nur die Russin Olga Saizewa, die mit drei Schießfehlern ihren ersten Saisonsieg erkämpfte, nahm diese Einladung dankend an, auch Veronika Vitkova (Tschechien) und die Ukrainerin Walj Semerenko - mit jeweils einer Fahrkarte belastet - ließen sich bei der Siegerehrung von den 23 500 Zuschauern feiern, auch wenn die große Mehrheit gerne jemand anderen auf dem Podest gesehen hätte. Aber selbst Andrea Henkel, die nur einen Kilometer unterhalb der Arena wohnt, und am Samstag nach überstandener Erkältung mit Platz drei im Sprint wie Phönix aus dem Krankenzimmer auferstanden war, musste sich tags drauf mit Rang sieben begnügen - vier Strafrunden waren mindestens eine zu viel.

FAZ

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