David Lynch-Biographie : Vieldeutige Geschichten

Die gar nicht so seltsame Biographie eines Künstlers, der ziemlich seltsame Sachen malt, dichtet und dreht: „Traumwelten“ von Kristine McKenna und David Lynch.
Der ausgesucht höfliche, ein bisschen linkische, aber alles andere als demonstrativ introvertierte Mensch kam aus einer Kleinstadt, wo alle und alles zu dicht aufeinanderhockten. Dort wollte er nicht bleiben, weil er es vorzog, sich einen Ort zu suchen, wo die Widersprüche der Wirklichkeit, des Empfindens und des Denkens ein bisschen mehr Platz haben als im Gewöhnlichen, um aufeinander zu wirken und sich füreinander zu interessieren. Weil die Überwindung der inneren Enge, die sich als Abdruck der kleinstädtisch und kleinbürgerlichen äußeren in die Seele prägt, anstrengende Arbeit ist, ließ er sich unterwegs von einer Sekte das Meditieren beibringen. Ganz darin verschwunden ist er zum Glück nie; ein Nirwana, wo sich Widersprüche auflösen wie Kandis in heißem Tee, interessiert ihn nicht.





